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Das Gesetz vom 28. Juli 2018 zum Einkommen zur sozialen Eingliederung räumt Personen, deren Rentenansprüche oder sonstigen Mittel zur Existenzsicherung nicht ausreichen, einen Grundbetrag zur Bestreitung des Lebensunterhalts ein.

Um Anspruch auf REVIS zu erhalten, muss der/die Antragsteller(in) unter anderem:

  • ein Aufenthaltsrecht bzw. seinen/ihren Wohnsitz im Großherzogtum Luxemburg besitzen und dort tatsächlich wohnhaft sein,
  • mindestens 25 Jahre alt sein,
  • über Ressourcen verfügen, die unterhalb der gesetzlichen festgelegten Grenze liegen,
  • Staatsangehörige(r) eines Mitgliedstaates der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraum und seit mindestens 3 Monaten in Luxemburg wohnhaft sein. Personen, die keine Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraumes sind, müssen im Laufe der letzten 20 Jahre mindestens 5 Jahre im Großherzogtum Luxemburg wohnhaft gewesen sein,
  • bei der Arbeitsagentur (ADEM) als arbeitsuchend gemeldet sein und aktiv einen Arbeitsplatz suchen,
  • bereit sein, innerhalb der luxemburgischen oder ausländischen Gesetzgebung sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um seine/ihre Lage zu verbessern.

Das Revis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • einer Eingliederungszulage: Diese ist für einen alleinstehenden Erwachsenen aktuell auf 1453,22€ festgesetzt,
  • einer Aktivierungszulage: Dabei handelt es sich um eine Lohnzulage für Personen, die an einer Aktivierungsmaßnahme teilnehmen.

Dieser Beitrag kann je nach Situation variieren. Für weiter Informationen können sich die Interessenten an den Nationalen Solidaritätsfonds (FNS) wenden.

Besonderheiten für ältere Menschen:

  • bei der Ermittlung der Ressourcen des Antragstellers bzw. der zu gewährenden finanziellen Unterstützung finden die Barzuweisungen im Rahmen der Pflegeversicherung keine Berücksichtigung.
  • ältere Personen oder Paare, die in der häuslichen Gemeinschaft ihrer volljährigen Nachkommen (z.B. ihrer Kinder) leben, haben unter Umständen Anspruch auf ein reduziertes REVIS, d.h. die Grundpauschalkomponente je Erwachsenen.
  • wird ein Partner eines Ehrepaares in ein gemäß dem geänderten Gesetz vom 8. September 1998 (ASFT) ordnungsgemäß zugelassenes Altersheim eingewiesen, beurteilt der Nationale Solidaritätsfonds die persönlichen Ressourcen des in Pflege genommenen Empfängers so, dass der jeweils andere Partner von mindestens denselben Vorteilen profitiert wie der REVIS-Empfänger selbst.

Besonderheiten für Betreuungspersonen:

Betreuungspersonen, die einen Menschen pflegen, der auf die permanente Hilfe einer anderen Person angewiesen ist, sind davon befreit, sich bei der Arbeitsagentur (ADEM) als arbeitssuchend zu melden. Vielmehr fallen sie unter die Zuständigkeit des Nationalen Amts für soziale Eingliederung (ONIS) und können vin Arbeitseingliederungsmaßnahmen freigestellt werden, um die pflegebedürftige Person weiterhin betreuen zu können.

Antragstellung:

Der Antrag ist beim Nationalen Solidaritätsfonds (FNS) zu stellen.

Das Antragsformular steht auf der Website www.fns.lu zum Download zur Verfügung.

 


WEITERE INFORMATIONEN:

Sozialamt der Wohnsitzgemeinde

Fonds national de solidarité (Nationaler Solidaritätsfonds)
8-10, rue de la Fonderie
B.P. 2411
L-1014 Luxemburg

 49 10 81-1
Internet: www.fns.lu