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Kulturelle Diversität und Interkulturalität

Unter kultureller Diversität oder „ kultureller Vielfalt versteht man die Existenz von vielfältigen Identitäten und Kulturen innerhalb und zwischen menschlichen Gruppen und Gesellschaften.“ (Quelle: Wikipedia)

„Unter Interkulturalität versteht man das Aufeinandertreffen von zwei oder mehr Kulturen, bei dem es trotz kultureller Unterschiede zur gegenseitigen Beeinflussung kommt.“ (Quelle: http://www.ikud.de)

Der Duden definiert Interkulturalität als „Bewusstsein, das für die kulturelle, sprachliche oder religiöse Verschiedenheit der Mitglieder einer Gesellschaft besonders sensibilisiert ist [und auf den Respekt bzw. die Akzeptanz der Verschiedenheit ausgerichtet ist]“. (www.duden.de)

Der interkulturelle Ansatz fördert das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Gesellschaft. Luxemburg ist ein Land der vielfältigen Kulturen. Aber diese Vielfalt bewirkt nicht automatisch, dass sich Kulturen untereinander austauschen. Das Zusammenleben beruht auf dem Prinzip der Chancengleichheit. Dazu gehört das Verbot von Diskriminierung aufgrund der kulturellen Zugehörigkeit, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung.

Der Weg zur Interkulturalität führt über die Schärfung des Bewusstseins für die Bedeutung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt und der Interkulturalität. Schritte in diese Richtung wären unter anderem:

  • Verbessern/Vertiefung des Wissens über die unterschiedlichen Kulturen
  • Eigene Sichtweisen und die eigene kulturelle Wahrnehmung ändern, Vorurteile ablegen
  • Den Schwerpunkt auf das Entdecken anderer Lebensweisen, Kulturen und Geschichte legen,…

Sicherlich gibt es auch Bedenken und Zweifel, aber man sollte die Vorteile einer kulturellen Diversität und die gegenseitige Bereicherung durch die Begegnung der Kulturen in einer Gesellschaft hervorstreichen.

Interkulturelle Aktivitäten

Interkulturelle Begegnungen entstehen und gelingen nicht eigenständig, sondern brauchen Initiative, Begleitung, Moderation, Zeit und oftmals eine Vielzahl an kleinen Schritten. Gemeinsame Interessen, wie Kochen oder sportliche Aktivitäten fördern den interkulturellen Austausch. Intergenerationelle Aktivitäten können häufig die Integration unterstützen.

Die Seniorenclubs haben sich zum Ziel gesetzt, den interkulturellen Austausch zwischen Senioren mit und ohne Migrationshintergrund zu fördern. Die angebotenen Aktivitäten ermöglichen Begegnungen von Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Kulturen. Die Programmhefte können Sie auf Luxsenior bei jedem Club Senior abrufen.

Der „Agent interculturel“ des RBS-Center fir Altersfroen ist Vermittler zwischen den Seniorenclubs und anderen Partnern. In seiner Funktion als Berater unterstützt er das Personal der Seniorenclubs in ihrer interkulturellen Arbeit. Desweiteren initiiert er Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit Gemeinden, verschiedenen luxemburgischen und ausländischen Vereinigungen.

Weitere Informationen diesbezüglich erhalten Sie auf der Homepage www.rbs.lu oder direkt unter der Telefonnummer 36 04 78-43.

Die Maison des Associations ist ein weiterer Partner der Seniorenclubs und des Agent interculturel.

Während der vergangenen Jahre entstanden mehrere gemeinsame Projekte mit dem Ziel, Senioren unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen und neue Erfahrungen zu sammeln:

  • Soirées littéraires: Literaturabende
  • Cuisine du monde: gemeinsames Kochen von 3 Gängen unterschiedlicher Nationen
  • Café des âges: Ort des Austauschs, der Begegnung und Geselligkeit, wobei ein spezifisches Thema im Mittelpunkt der Diskussionen steht. Mittlerweile wurde in vielen Gemeinden ein „Café des âges“ organisiert.
  • Raconte-moi une histoire: Senioren lesen Kindern Geschichten in verschiedenen Sprachen vor
  • Informatikkurse für Anfänger auf französisch oder portugiesisch

Die Maison des Associations informiert Sie über alle Projekte auf ihrer Homepage www.maisondesassociations.lu oder per Telefon unter der Nummer 26 68 31 09.

 

Die Politik zugunsten älterer Migranten

Der demographische Wandel fördert auch die kulturelle und ethnische Vielfalt. Viele Migranten haben sich entschlossen, ihren Lebensabend in unserem Land zu verbringen. Die Alterspolitik greift somit auch kulturelle Aspekte auf und  bezieht die Belange von älteren Migranten ein.

In den kommenden Jahren werden immer mehr Menschen über 60 einen Zuwanderungshintergrund haben. Menschen mit Migrationshintergrund haben Lebenserfahrungen und Potentiale, die für unsere Gesellschaft bereichernd sind.

Die Offenheit gegenüber fremden Kulturen sowie eine allgemeine Toleranz und Akzeptanz sind ausschlaggebend für die Förderung des Zusammenlebens, auch im Hinblick auf zukünftige Generationen.

Ein erfolgreicher Integrationsprozess erfordert einerseits den Abbau von Vorurteilen, andererseits die Sensibilisierung und die Zugänglichkeit der Dienste, Organisationen und Einrichtungen für ausländische Bürger.

Die Gemeinden informieren die älteren Migranten über die bestehenden Angebote in ihrer Gemeinde (Dienstleistungsangebote, Organisationen, Vereine, Infrastrukturen, Projekte etc.).

 

Weitere nützliche Links:

Die Charta der Vielfalt Luxemburg: www.chartediversite.lu