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Die Bereicherung des intergenerationellen Austauschs

Wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Bedingt durch den demographischen Wandel, nimmt die Zahl der über 60Jährigen in Zukunft stetig zu. Das Bild der Gesellschaft ist bereits heute durch eine multikulturelle intergenerationelle Diversität geprägt. Um ein bestmögliches Zusammenleben aller Generationen und Kulturen zu ermöglichen, müssen vor allem Win-Win-Situationen geschaffen werden. Um die Solidarität zu fördern, muss das Bild der Gesellschaft überdacht werden.

Die Kluft zwischen den Generationen basiert vor allem auf falschen Altersbildern, Vorurteilen und mangelnder Kenntnis der Bedürfnisse und Kompetenzen der einzelnen Generationen.

Einerseits unterstützt und fördert der intergenerationelle Austausch Kinder im Kleinkindalter und ermöglicht es ihnen, mit einem positiven Bild des Alters aufzuwachsen. Andererseits werden die Älteren wertgeschätzt, besonders dann, wenn sie bereits in Rente sind und sich eventuell nicht mehr als Teil der aktiven Gesellschaft fühlen.

Es geht also darum Treffpunkte zu schaffen, wo gemeinsame Interessen, Aktivitäten und Kommunikation im Mittelpunkt stehen. Intergenerationelle Aktivitäten stärken den sozialen Zusammenhalt, den gegenseitigen Respekt, schaffen neue Vorbilder und verhindern Isolierung und Vereinsamung von älteren Menschen.

Senioren verfügen über viele Potentiale, Wissen, Kompetenzen, die nötige Gelassenheit und Erfahrungen. Sie können Kindern und Jugendlichen eine Referenzperson sein und sie stark fürs Leben machen. Gleichzeitig erfüllt es den erwachsenen Mensch mit einem wertschätzenden Gefühl, wenn er etwas Gutes tun kann, eine sinnvolle Tätigkeit erfüllt oder selbst Erfahrenes weitergeben kann. Der Austausch zwischen Senioren, Kindern und Jugendlichen ist gegenseitiges voneinander lernen.

Großeltern sein

Großeltern haben einen unermesslichen Mehrwert für ihre Enkelkinder: sie versorgen und hüten die Enkel wenn die Eltern im Trubel des alltäglichen Lebens und der Arbeit stark beansprucht sind. Sie spielen zusammen, erzählen Geschichten, helfen bei den Hausaufgaben oder zeigen und erklären den Enkeln die kleinen Wunder des Lebens. Die Großeltern stellen auch die Ursprünge und die Geschichte der Familie dar. In dieser schnelllebigen Zeit sind die Großeltern wie ein Fels in der Brandung und ein Ruhepol für ihre Enkelkinder. Mit Oma und Opa kann man sich einfach mal treiben lassen…

Zeit mit seinen Enkelkindern zu verbringen wirkt wie ein wahrer Jungbrunnen. Man ist abgelenkt und schiebt die Alltagssorgen etwas zur Seite. Es ist aber auch eine Gelegenheit für die Senioren, sich wieder an die schönen Momente seiner eigenen Kindheit zu erinnern und die Welt mit Kinderaugen zu betrachten.

Schlussendlich fördert der intergenerationelle Austausch das aktive Altern älterer Menschen.

Intergenerationelle Aktivitäten

Intergenerationelle Aktivitäten werden in verschiedenen Seniorenclubs und vom RBS-Center fir Altersfroen, sowie in einzelnen Institutionen für ältere Menschen angeboten. Einige Schulklassen der Grundschule oder der Sekundarstufe, Maison Relais oder Jugendhäuser nehmen an intergenerationellen Projekten teil. Hier stehen der Austausch von Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen im Vordergrund.

Der Club Senior „Muselheem“ und die „Eltereschoul Osten“ organisieren zweimal im Jahr ein „Grousselterecafé“. Dieser Treffpunkt soll einerseits den Austausch zwischen Großeltern über ihre Erfahrungen mit den Enkeln und ihre Rolle als Großeltern ermöglichen. Andererseits wird ein spezifisches Thema aufgegriffen und gemeinsam mit einer Fachperson darüber diskutiert.